Ich ging neulich durch die kleine Stadt. Es war Samstag, die Sonne schien, ich dachte an nichts. Ich ließ mich treiben, ohne Ziel. Meine Beine gingen mit mir an Geschäften vorbei, ich schaute durch meine Sonnenbrille hindurch auf das alte Kopfsteinpflaster. Irgendwann blickte ich auf und bemerkte, während meine Beine mich weitertrugen, andere Menschen um mich herum: Hinter mir, vor mir, neben mir (, ich komme!). Diese Menschen schienen ein Ziel zu haben an diesem Samstag. Sie schauten geschäftig, schnatterten mit ihren Mündern und klapperten mit ihren Absätzen. Sie aßen gehend ein Eis oder trugen Plastiktüten spazieren. Ich vertiefte mich langsam in diese kleinen Menschengruppen: zu zweit als Paar oder nur als Freunde, zu dritt, zu viert oder zu fünft als Familie oder allein als Single gingen sie an mir vorbei oder mir entgegen. Und wie ich so durch die Tönung meiner Brillengläser schaue und müde werde vom geschäftigen Treiben und Gehen der anderen draußen, stelle ich doch eine gewisse Regelmäßigkeit in dem Chaos des Gehens fest. Sie fließen in verschiedene Richtungen, überschneiden sich an Geschäftskreuzungen, gehen geschlossen nach links oder trennen sich plötzlich und biegen nach rechts ab. Nach mehreren Minuten meines Beobachtens wird mir klar: das sind Strömungserscheinungen. Und ob ich es will oder nicht, ob es mir vorher bewußt war oder nicht, ich gehöre dazu. Und wie ich das so denke, biege ich mit einem Herrn im grauen Anzug in eine Seitenstraße ab.
Sonntag, Juli 29, 2007
Strömungserscheinungen
Ich ging neulich durch die kleine Stadt. Es war Samstag, die Sonne schien, ich dachte an nichts. Ich ließ mich treiben, ohne Ziel. Meine Beine gingen mit mir an Geschäften vorbei, ich schaute durch meine Sonnenbrille hindurch auf das alte Kopfsteinpflaster. Irgendwann blickte ich auf und bemerkte, während meine Beine mich weitertrugen, andere Menschen um mich herum: Hinter mir, vor mir, neben mir (, ich komme!). Diese Menschen schienen ein Ziel zu haben an diesem Samstag. Sie schauten geschäftig, schnatterten mit ihren Mündern und klapperten mit ihren Absätzen. Sie aßen gehend ein Eis oder trugen Plastiktüten spazieren. Ich vertiefte mich langsam in diese kleinen Menschengruppen: zu zweit als Paar oder nur als Freunde, zu dritt, zu viert oder zu fünft als Familie oder allein als Single gingen sie an mir vorbei oder mir entgegen. Und wie ich so durch die Tönung meiner Brillengläser schaue und müde werde vom geschäftigen Treiben und Gehen der anderen draußen, stelle ich doch eine gewisse Regelmäßigkeit in dem Chaos des Gehens fest. Sie fließen in verschiedene Richtungen, überschneiden sich an Geschäftskreuzungen, gehen geschlossen nach links oder trennen sich plötzlich und biegen nach rechts ab. Nach mehreren Minuten meines Beobachtens wird mir klar: das sind Strömungserscheinungen. Und ob ich es will oder nicht, ob es mir vorher bewußt war oder nicht, ich gehöre dazu. Und wie ich das so denke, biege ich mit einem Herrn im grauen Anzug in eine Seitenstraße ab.
Ich ging neulich durch die kleine Stadt. Es war Samstag, die Sonne schien, ich dachte an nichts. Ich ließ mich treiben, ohne Ziel. Meine Beine gingen mit mir an Geschäften vorbei, ich schaute durch meine Sonnenbrille hindurch auf das alte Kopfsteinpflaster. Irgendwann blickte ich auf und bemerkte, während meine Beine mich weitertrugen, andere Menschen um mich herum: Hinter mir, vor mir, neben mir (, ich komme!). Diese Menschen schienen ein Ziel zu haben an diesem Samstag. Sie schauten geschäftig, schnatterten mit ihren Mündern und klapperten mit ihren Absätzen. Sie aßen gehend ein Eis oder trugen Plastiktüten spazieren. Ich vertiefte mich langsam in diese kleinen Menschengruppen: zu zweit als Paar oder nur als Freunde, zu dritt, zu viert oder zu fünft als Familie oder allein als Single gingen sie an mir vorbei oder mir entgegen. Und wie ich so durch die Tönung meiner Brillengläser schaue und müde werde vom geschäftigen Treiben und Gehen der anderen draußen, stelle ich doch eine gewisse Regelmäßigkeit in dem Chaos des Gehens fest. Sie fließen in verschiedene Richtungen, überschneiden sich an Geschäftskreuzungen, gehen geschlossen nach links oder trennen sich plötzlich und biegen nach rechts ab. Nach mehreren Minuten meines Beobachtens wird mir klar: das sind Strömungserscheinungen. Und ob ich es will oder nicht, ob es mir vorher bewußt war oder nicht, ich gehöre dazu. Und wie ich das so denke, biege ich mit einem Herrn im grauen Anzug in eine Seitenstraße ab.
Sonntag, Mai 27, 2007
Spampoesie
(weiterer Teil meiner Sammlung)
Die Blumen sind schwach.
Der Abend war gekommen,
Zeit war.
Ich habe mir die Augen gerieben
und genau hingeschaut.
Ich deinen Schlaf bewachen wollte.
(weiterer Teil meiner Sammlung)
Die Blumen sind schwach.
Der Abend war gekommen,
Zeit war.
Ich habe mir die Augen gerieben
und genau hingeschaut.
Ich deinen Schlaf bewachen wollte.
Spam-Poesie, erneut
Aber ist nicht jedes Leben, ist nicht jede Arbeit schön.
Ich selbst aber ging mir dabei verloren.
Aber ist nicht jedes Leben, ist nicht jede Arbeit schön.
Ich selbst aber ging mir dabei verloren.
Mittwoch, Mai 09, 2007
SPAMPOESIE
Insofern also doch interessant.
Irgendwann macht man dann auch ein Kundenrating.
Aber er braucht Geld. Document is.
Oberhalb des Halsansatzes war alles zermatscht.
We are looking for.
Hat einen seltsamen Mordfall. Wir helfen Ihnen gerne weiter.
Doch nichts ist, wie es scheint.
Sich allerdings weder Hakenkreuze noch Hitlerbilder.
Die Ermittlungen aber seien noch im Gange.
Zettels Traum von Arno Schmidt.
Zuerst hatte ich ja.
Insofern also doch interessant.
Irgendwann macht man dann auch ein Kundenrating.
Aber er braucht Geld. Document is.
Oberhalb des Halsansatzes war alles zermatscht.
We are looking for.
Hat einen seltsamen Mordfall. Wir helfen Ihnen gerne weiter.
Doch nichts ist, wie es scheint.
Sich allerdings weder Hakenkreuze noch Hitlerbilder.
Die Ermittlungen aber seien noch im Gange.
Zettels Traum von Arno Schmidt.
Zuerst hatte ich ja.
Mittwoch, März 28, 2007
Donnerstag, März 01, 2007
alles schön
scheiss druckerei, scheiss aufmüpfige und zerstörende katze namens c., scheiss tag, scheiss regen, scheiss leben manchmal, scheiss kapitalismus der einem zu geld und besitz zwingt, scheiss unerfolgreichsein, scheiss schnupfen und fieber von t., scheiss panik von p., scheiss arbeit von m., scheiss perfektionismus, scheiss everything!
beste grüße
scheiss-r.
scheiss druckerei, scheiss aufmüpfige und zerstörende katze namens c., scheiss tag, scheiss regen, scheiss leben manchmal, scheiss kapitalismus der einem zu geld und besitz zwingt, scheiss unerfolgreichsein, scheiss schnupfen und fieber von t., scheiss panik von p., scheiss arbeit von m., scheiss perfektionismus, scheiss everything!
beste grüße
scheiss-r.
Freitag, Februar 23, 2007
Donnerstag, Februar 22, 2007
Warum Kind scheinst Sprachvergessen,
da ein Zauber küsst dein Haar?
Zuckerträume sind immer nackt!
Das Apfelgeheimnis
Hinterrücks wie Kopfmusik
Sind Schneeriecher Schwestern
Nachtstirn des Mondes
Schenken Stummen Samtzweigen
Halt im Blütental
Schlaf Dich ganz!
da ein Zauber küsst dein Haar?
Zuckerträume sind immer nackt!
Das Apfelgeheimnis
Hinterrücks wie Kopfmusik
Sind Schneeriecher Schwestern
Nachtstirn des Mondes
Schenken Stummen Samtzweigen
Halt im Blütental
Schlaf Dich ganz!
Dienstag, Februar 20, 2007
Montag, Februar 12, 2007
Samstag, Februar 10, 2007
An einem Schalter der Deutschen Bahn
Ich: Guten Tag. Ich hätte gerne eine Fahrt von Braunschweig nach Nordhausen. Am Freitag, Bahncard 25. Über Herzberg.
Bahnangestellter: Hm....(Pause, tippt). Macht 18,90 Euro.
Ich: Oh. Ist teurer geworden. Sonst zahl ich 17,40 Euro. Gab ne Preiserhöhung...(Pause). Ne?
Bahnangestellter: Hm....(Pause). Sie haben also sonst weniger bezahlt?
Ich: Ja. 17,40 Euro.
Bahnangestellter: Dann müssten Sie mir das nochmal sagen.
Ich: ???
Bahnangestellter: Sie haben vorher 17,40 Euro bezahlt?
Ich: (Pause) Ich habe vorher 17,40 Euro bezahlt.
Bahnangestellter: (lächelt) Dann kann ich Ihnen die Karte für 17,40 Euro verkaufen. Sie müssen es nur ausdrücklich von mir fordern. Ist so´ ne alte Bahn-Verordnung. Wenn der Kunde auf einem alten Preis besteht ...
Ich: ??? - O---ookay.
Bahnangestellter: Mit Rückfahrt oder einfach?
Ich: Nein. Die Rückfahrt kaufe ich immer in Nordhausen. Da kostet sie komischerweise am Schalter 15,60 Euro......(Pause) Wieso eigentlich?
Bahnangestellter: (Pause)........hm.......15,60 Euro sagen Sie? (tippt)
Ich: Ja. Aber nur am Schalter. Am Automaten kostet es immer 17,40 Euro.
Bahnangestellter: Wenn ich Ihnen die Hin- und Rückfahrt für je 15,60 Euro anbieten würde, würden Sie dann bei mir Beides kaufen?
Ich: (Pause) Ja?
Bahnangestellter: Dann macht das 31,20 Euro, bitte. (lächelt). Diese Fahrkarte kriegen Sie nur bei mir. Ach ja: Heben Sie sie gut auf. Sie können damit immer wieder für 15,60 Euro fahren. Das können Sie verlangen. Sie müssen nur sagen: `Braunschweig-Nordhausen über Salzgitter-Ringelheim` anstelle von `über Herzberg`.
Ich: Aber der Zug fährt immer über Salzgitter-Ringelheim UND Herzberg. Und in Herzberg ist Umstieg.
Bahnangestellter: Sagen Sie einfach immer das, was ich Ihnen eben gesagt habe und Sie bekommen die billigere Karte.
Ich: ???
Ich: Danke.
Bahnangestellter: Bitte. (lächelt) Der Nächste bitte.
Ich: Guten Tag. Ich hätte gerne eine Fahrt von Braunschweig nach Nordhausen. Am Freitag, Bahncard 25. Über Herzberg.
Bahnangestellter: Hm....(Pause, tippt). Macht 18,90 Euro.
Ich: Oh. Ist teurer geworden. Sonst zahl ich 17,40 Euro. Gab ne Preiserhöhung...(Pause). Ne?
Bahnangestellter: Hm....(Pause). Sie haben also sonst weniger bezahlt?
Ich: Ja. 17,40 Euro.
Bahnangestellter: Dann müssten Sie mir das nochmal sagen.
Ich: ???
Bahnangestellter: Sie haben vorher 17,40 Euro bezahlt?
Ich: (Pause) Ich habe vorher 17,40 Euro bezahlt.
Bahnangestellter: (lächelt) Dann kann ich Ihnen die Karte für 17,40 Euro verkaufen. Sie müssen es nur ausdrücklich von mir fordern. Ist so´ ne alte Bahn-Verordnung. Wenn der Kunde auf einem alten Preis besteht ...
Ich: ??? - O---ookay.
Bahnangestellter: Mit Rückfahrt oder einfach?
Ich: Nein. Die Rückfahrt kaufe ich immer in Nordhausen. Da kostet sie komischerweise am Schalter 15,60 Euro......(Pause) Wieso eigentlich?
Bahnangestellter: (Pause)........hm.......15,60 Euro sagen Sie? (tippt)
Ich: Ja. Aber nur am Schalter. Am Automaten kostet es immer 17,40 Euro.
Bahnangestellter: Wenn ich Ihnen die Hin- und Rückfahrt für je 15,60 Euro anbieten würde, würden Sie dann bei mir Beides kaufen?
Ich: (Pause) Ja?
Bahnangestellter: Dann macht das 31,20 Euro, bitte. (lächelt). Diese Fahrkarte kriegen Sie nur bei mir. Ach ja: Heben Sie sie gut auf. Sie können damit immer wieder für 15,60 Euro fahren. Das können Sie verlangen. Sie müssen nur sagen: `Braunschweig-Nordhausen über Salzgitter-Ringelheim` anstelle von `über Herzberg`.
Ich: Aber der Zug fährt immer über Salzgitter-Ringelheim UND Herzberg. Und in Herzberg ist Umstieg.
Bahnangestellter: Sagen Sie einfach immer das, was ich Ihnen eben gesagt habe und Sie bekommen die billigere Karte.
Ich: ???
Ich: Danke.
Bahnangestellter: Bitte. (lächelt) Der Nächste bitte.
Freitag, Februar 09, 2007
Suchards Schuld
Süßer, lieblicher Schokoberg,
Suchards Schuld an die Menschheit,
die sich in süßen Süchten vergeht,
an weinenden Tagen;
umweht von Ängsten ihrer Ur- und Urväter.
Süßer, lieblicher Schokoberg,
Suchards Schuld,
eine Ode an die Traurigkeit,
die in braunsüßer Zärtlichkeit
zerschmilzt für Minuten
und nach ausreichendem Genuß
die Sinne bedämmert.
Suchards Schuld?
Uns in tiefen Schlaf fallen zu lassen
süßer, lieblicher Schokoberg...
oh schuldverführerisches Schmelzen,
Suchards Schuld an die Menschheit.
Süßer, lieblicher Schokoberg,
Suchards Schuld an die Menschheit,
die sich in süßen Süchten vergeht,
an weinenden Tagen;
umweht von Ängsten ihrer Ur- und Urväter.
Süßer, lieblicher Schokoberg,
Suchards Schuld,
eine Ode an die Traurigkeit,
die in braunsüßer Zärtlichkeit
zerschmilzt für Minuten
und nach ausreichendem Genuß
die Sinne bedämmert.
Suchards Schuld?
Uns in tiefen Schlaf fallen zu lassen
süßer, lieblicher Schokoberg...
oh schuldverführerisches Schmelzen,
Suchards Schuld an die Menschheit.
Freitag, Januar 19, 2007
Putzen
Ich weiß, dass es an der Zeit ist die Wohnung zu putzen, wenn mein schwarzer Kater ein graues Fell bekommt.
Ich weiß, dass es an der Zeit ist die Wohnung zu putzen, wenn mein schwarzer Kater ein graues Fell bekommt.
Dienstag, Januar 16, 2007
Charly, Charly, deine Sorgen müssen wandern.
Für 3 Peseten kauf ich einen Traum, der dich hält und weiterträgt
und eines Tages, kaum hast dus gesehen,
sich erfüllt und plötzlich da ist,
noch viel größer als du denkst!
Für 3 Peseten kauf ich einen Traum, der dich hält und weiterträgt
und eines Tages, kaum hast dus gesehen,
sich erfüllt und plötzlich da ist,
noch viel größer als du denkst!
Sonntag, Januar 07, 2007
Wortspiel
Schuld
Schuld für
Schuld für etwas
Schuld für etwas tragen
Schuld tragen
Schuld geben
Jemandem Schuld geben
Muss etwas geben
Jemandem etwas geben, das er tragen muss
Jemandem etwas geben, das ertragen muss
Jemandem etwas geben, dass er ertragen muss
Etwas tragbares?
Etwas ertragendes
Etwas zu ertragendes
Ist ertragbar?
Wie lange ist ertragbar?
Was ist der Ertrag?
Trage ich?
Ertrage ich meine?
Ich trage, Du trägst, er sie es trägt!!!!
Hat man sie mir gegeben?
Habe ich sie mir genommen?
Wer nimmt sie wieder?
Schuld Schlud!
S. C. H. U. L. D.!!!!
Dlusch!
Such L. D.
Such D. L. - Such Dich lange!
Ich kann die Schuld nicht mehr tragen!!!!
Ich möchte sie zurückgeben!!!!
Geht das?
Schuld
Schuld für
Schuld für etwas
Schuld für etwas tragen
Schuld tragen
Schuld geben
Jemandem Schuld geben
Muss etwas geben
Jemandem etwas geben, das er tragen muss
Jemandem etwas geben, das ertragen muss
Jemandem etwas geben, dass er ertragen muss
Etwas tragbares?
Etwas ertragendes
Etwas zu ertragendes
Ist ertragbar?
Wie lange ist ertragbar?
Was ist der Ertrag?
Trage ich?
Ertrage ich meine?
Ich trage, Du trägst, er sie es trägt!!!!
Hat man sie mir gegeben?
Habe ich sie mir genommen?
Wer nimmt sie wieder?
Schuld Schlud!
S. C. H. U. L. D.!!!!
Dlusch!
Such L. D.
Such D. L. - Such Dich lange!
Ich kann die Schuld nicht mehr tragen!!!!
Ich möchte sie zurückgeben!!!!
Geht das?
Zur Ergänzung von Teil 3
Seele wie das Meer (2001)
Ich setzte meinen Fuß an deinen Strand
Nehme ihn weg
Verwischt meine Spur
Bleibt nichts mehr übrig im weichen Sand
Seele wie das Meer (Teil 2) (2001)
Ich stelle meinen Fuß an deinen Strand
Er gräbt sich ein
Wird überschwemmt mit weichem Sand
Bis er ein fester Teil wird
Von dir
Seele wie das Meer (2001)
Ich setzte meinen Fuß an deinen Strand
Nehme ihn weg
Verwischt meine Spur
Bleibt nichts mehr übrig im weichen Sand
Seele wie das Meer (Teil 2) (2001)
Ich stelle meinen Fuß an deinen Strand
Er gräbt sich ein
Wird überschwemmt mit weichem Sand
Bis er ein fester Teil wird
Von dir
Mittwoch, Januar 03, 2007
Liebe Roberta!
Ein fohes neues Jahr für Dich und alle anderen da draußen!
Nein, ich habe nicht alleine Rechte an den Texten, Daniel hat sie zu gleichen Teilen.
Aber er ist mit allem einverstanden und freut sich auf das Buch. Hatte ich das denn nicht erzählt. Doch ich bin mir sicher, denn ich habe dir doch von unserer ganzen Geschichte und der Buchgeschichte erzählt. Aber wenn das so untergegangen ist, dann muss ich mich ja dafür schämen. Denn Daniel hat einen großen Teil geleistet an dem Buch. Natürlich muss er namentlich mit gleichen Anteilen erwähnt werden.
Super, dass alles schon so weit ist! Ich finde wir sind sehr gut in der Zeit!
Ich hab mich so gefreut über die Skizzen, dass mein Herz einen richtigen kleinen Hüpfer gemacht hat. Schade das alles so klein ist.
Du musst mir bescheit geben, wenn ich nun noch etwas daran helfen kann!
Sei gedrückt,
Deine Ruth
Auf einem Meeresboden, geh ich los
oder auch...Seele wie das Meer Teil 3 für N.
Das Meer ist zurückgewichen
und ich
gehe auf dem freigelegten Meeresboden spazieren,
wie auf einer begehbar gewordenen Seelenlandschaft.
Deine Seelenlandschaft?
Ein Hund
am Strand zurückbleibend
bellt unendwegt,
als wollte er mich zurückhalten.
"Du hast keine Erlaubnis dafür!"
"Bleib ruhig", antworte ich,
"ich tue es für sie und für mich."
Natürlich lüge ich!
Nein, ich habe keine Erlaubnis bekommen,
von Dir nicht und von niemandem sonst,
und ich habe nicht danach gefragt.
Alles was ich gerade tue,
tue ich nur für mich.
Oder für ein Weltgeschehen, von dem wir beide nichts kapieren?
Deine Seele zu ergründen?
Hah, Deine Seele ergründen,
auf einem Meeresboden,
dass ich nicht lache!
Endlich zu verstehen was geschah?
Mit Dir?
Mit mir?
Und letztendlich dann mit uns beiden?
Deine Seele zu ergründen,
auf einem Meeresboden,
geh ich los...
Ein fohes neues Jahr für Dich und alle anderen da draußen!
Nein, ich habe nicht alleine Rechte an den Texten, Daniel hat sie zu gleichen Teilen.
Aber er ist mit allem einverstanden und freut sich auf das Buch. Hatte ich das denn nicht erzählt. Doch ich bin mir sicher, denn ich habe dir doch von unserer ganzen Geschichte und der Buchgeschichte erzählt. Aber wenn das so untergegangen ist, dann muss ich mich ja dafür schämen. Denn Daniel hat einen großen Teil geleistet an dem Buch. Natürlich muss er namentlich mit gleichen Anteilen erwähnt werden.
Super, dass alles schon so weit ist! Ich finde wir sind sehr gut in der Zeit!
Ich hab mich so gefreut über die Skizzen, dass mein Herz einen richtigen kleinen Hüpfer gemacht hat. Schade das alles so klein ist.
Du musst mir bescheit geben, wenn ich nun noch etwas daran helfen kann!
Sei gedrückt,
Deine Ruth
Auf einem Meeresboden, geh ich los
oder auch...Seele wie das Meer Teil 3 für N.
Das Meer ist zurückgewichen
und ich
gehe auf dem freigelegten Meeresboden spazieren,
wie auf einer begehbar gewordenen Seelenlandschaft.
Deine Seelenlandschaft?
Ein Hund
am Strand zurückbleibend
bellt unendwegt,
als wollte er mich zurückhalten.
"Du hast keine Erlaubnis dafür!"
"Bleib ruhig", antworte ich,
"ich tue es für sie und für mich."
Natürlich lüge ich!
Nein, ich habe keine Erlaubnis bekommen,
von Dir nicht und von niemandem sonst,
und ich habe nicht danach gefragt.
Alles was ich gerade tue,
tue ich nur für mich.
Oder für ein Weltgeschehen, von dem wir beide nichts kapieren?
Deine Seele zu ergründen?
Hah, Deine Seele ergründen,
auf einem Meeresboden,
dass ich nicht lache!
Endlich zu verstehen was geschah?
Mit Dir?
Mit mir?
Und letztendlich dann mit uns beiden?
Deine Seele zu ergründen,
auf einem Meeresboden,
geh ich los...
Donnerstag, Dezember 28, 2006
Hallo Ruth,
anbei alle Seiten als Skizzen für unser geplantes Buchprojekt. Jetzt habe ich mich damit soweit sortiert, dass ich mit der Umsetzung beginnen kann. Allerdings sehe ich meinen Plan einen Dummy mit allen Seiten bis zur Leipziger Buchmesse fertig zu haben, als unrealistisch an, leider. Das werde ich nicht schaffen. Aber nichts destotrotz bin ich guter Dinge und werde in den nächsten Tagen/Wochen starten! Es muss nun "nur noch" ein zeichnerischer und/oder technischer Stil gefunden werden, der passt, gut aussieht und die Geschichte bestmöglich ausdrücken kann.
Wenn Du auf die Bildseiten klickst, bekommst Du eine größere Ansicht und kannst es besser erkennen.
Was ich noch Fragen wollte: Hast Du allein die Rechte an dem Text?
lieben Gruß von Roberta

anbei alle Seiten als Skizzen für unser geplantes Buchprojekt. Jetzt habe ich mich damit soweit sortiert, dass ich mit der Umsetzung beginnen kann. Allerdings sehe ich meinen Plan einen Dummy mit allen Seiten bis zur Leipziger Buchmesse fertig zu haben, als unrealistisch an, leider. Das werde ich nicht schaffen. Aber nichts destotrotz bin ich guter Dinge und werde in den nächsten Tagen/Wochen starten! Es muss nun "nur noch" ein zeichnerischer und/oder technischer Stil gefunden werden, der passt, gut aussieht und die Geschichte bestmöglich ausdrücken kann.
Wenn Du auf die Bildseiten klickst, bekommst Du eine größere Ansicht und kannst es besser erkennen.
Was ich noch Fragen wollte: Hast Du allein die Rechte an dem Text?
lieben Gruß von Roberta

Donnerstag, Dezember 14, 2006
Die Sache mit der Energie
Das Spiel einer Katze mit einer Spielzeugmaus ist vielleicht zu vergleichen mit zwei Menschen, die Gläserrücken spielen. Die Spieler vermuten oder wissen gar, dass sie die Energiegeber sind bei ihrem Spiel. Aber sie (ver)schweigen dies, um die Illusion aufrecht zu erhalten. Denn ohne ihren mechanischen Anstoß gäbe es keine Bewegung und auch kein Spiel. Spielen ist: sich der Illusion hinzugeben.
Das Spiel einer Katze mit einer Spielzeugmaus ist vielleicht zu vergleichen mit zwei Menschen, die Gläserrücken spielen. Die Spieler vermuten oder wissen gar, dass sie die Energiegeber sind bei ihrem Spiel. Aber sie (ver)schweigen dies, um die Illusion aufrecht zu erhalten. Denn ohne ihren mechanischen Anstoß gäbe es keine Bewegung und auch kein Spiel. Spielen ist: sich der Illusion hinzugeben.
Freitag, Dezember 01, 2006
Donnerstag, November 30, 2006
Es klingelt an der Tür.
Wer will mich um 9.30h morgens sprechen? Ich mach die Tür einen Spalt auf. Ein Mann kommt die Treppe hoch.
"Guten Morgen, es geht um eine Broschüre, die grad weltweit verteilt wird: Das Thema ist: Das Ende der falschen Religion ist nah. - und da habe ich an Sie gedacht."
Der Mann lächelt und überreicht mir einen A5-Faltzettel, mit diesen häßlich-kitschigen Illustrationen, die man sofort als die des Wachturms der Zeugen Jehovas identifizieren kann.
Ich bedanke mich (Fehler!), der Mann wendet sich ab und ich schließe, etwas überrumpelt die Tür. Ich spreche laut vor mich hin: "Und da habe ich an Sie gedacht ..." Wie er wohl auf diese Idee kam?
Ich denke, während ich das Katzenklo sauber mache: Gottseidank naht endlich das Ende der falschen Religion!
Wer will mich um 9.30h morgens sprechen? Ich mach die Tür einen Spalt auf. Ein Mann kommt die Treppe hoch.
"Guten Morgen, es geht um eine Broschüre, die grad weltweit verteilt wird: Das Thema ist: Das Ende der falschen Religion ist nah. - und da habe ich an Sie gedacht."
Der Mann lächelt und überreicht mir einen A5-Faltzettel, mit diesen häßlich-kitschigen Illustrationen, die man sofort als die des Wachturms der Zeugen Jehovas identifizieren kann.
Ich bedanke mich (Fehler!), der Mann wendet sich ab und ich schließe, etwas überrumpelt die Tür. Ich spreche laut vor mich hin: "Und da habe ich an Sie gedacht ..." Wie er wohl auf diese Idee kam?
Ich denke, während ich das Katzenklo sauber mache: Gottseidank naht endlich das Ende der falschen Religion!
Donnerstag, November 23, 2006
Ich-Reise-Storyboard, Teil 1

Liebe Ruth,
hier siehst du die ersten 21 Seiten für unser Buch kurz anskizziert. Vielleicht ein bißchen enttäuschend (?), weil Du nix erkennst? Aber es ist auch eher eine Hilfe für mich, um weiterzukommen und zu wissen/zu visualisieren, wo ich was auf der Seite anordnen will, ob es abwechslungsreich ist (mal z.B. Weitwinkel/Totale, mal Zoom auf bestimmte Personen oder Elemente). Und ich verteile so den Inhalt auf die möglichen 62 Seiten. Wenn Du auf das Bild klickst, wird es noch größer dargestellt!
So sieht es aus im Moment. Ich halte mich ran, es voranzutreiben, schließlich fehlen noch so viel Seiten!
Mir geht es ganz gut, allerdings ist viel zu tun im Büro, mir gehen langsam die Tatendrang-Produkte aus. Ich muss Neues produzieren, auch im Hinblick auf das Weihnachtsgeschäft mit zwei Messen im Dezember und dem Laden in Braunschweig, dazu kommen Jobs und Privates.
Kennst das ja :-)
Es geht voran, wenn auch langsam.
Ich denke an Dich,
lieben Gruß von Roberta

Liebe Ruth,
hier siehst du die ersten 21 Seiten für unser Buch kurz anskizziert. Vielleicht ein bißchen enttäuschend (?), weil Du nix erkennst? Aber es ist auch eher eine Hilfe für mich, um weiterzukommen und zu wissen/zu visualisieren, wo ich was auf der Seite anordnen will, ob es abwechslungsreich ist (mal z.B. Weitwinkel/Totale, mal Zoom auf bestimmte Personen oder Elemente). Und ich verteile so den Inhalt auf die möglichen 62 Seiten. Wenn Du auf das Bild klickst, wird es noch größer dargestellt!
So sieht es aus im Moment. Ich halte mich ran, es voranzutreiben, schließlich fehlen noch so viel Seiten!
Mir geht es ganz gut, allerdings ist viel zu tun im Büro, mir gehen langsam die Tatendrang-Produkte aus. Ich muss Neues produzieren, auch im Hinblick auf das Weihnachtsgeschäft mit zwei Messen im Dezember und dem Laden in Braunschweig, dazu kommen Jobs und Privates.
Kennst das ja :-)
Es geht voran, wenn auch langsam.
Ich denke an Dich,
lieben Gruß von Roberta
Freitag, November 17, 2006
Take my lips
on your way
Take me home
on this day
Make me love
don`t make me cry
Take me up
to the sky........................................................................
on your way
Take me home
on this day
Make me love
don`t make me cry
Take me up
to the sky........................................................................
Wieder mehr Fragen
- Was machst du eigentlich, wenn du morgens so früh aufstehst?
- Ich schreibe.
- Und was?
- Was mir auf der Seele liegt.
- Und was liegt da?
- Ja, was liegt da eigentlich?
Wieso liegt da überhaupt was?
Ich verstehe das auch nicht.
- Was machst du eigentlich, wenn du morgens so früh aufstehst?
- Ich schreibe.
- Und was?
- Was mir auf der Seele liegt.
- Und was liegt da?
- Ja, was liegt da eigentlich?
Wieso liegt da überhaupt was?
Ich verstehe das auch nicht.
Donnerstag, November 16, 2006
Wie cellophaniert ...
Ich kann meinen Zustand nicht in Worten beschreiben. Ich musste vielmehr einen Spaziergang in mein Gehirn unternehmen - als hätte ich nichts Besseres zu tun - um es im Bild festzuhalten (fotografisch).
Ich stehe also so in meiner rechten Gehirnhäfte (ich bin Linkshänder und die rechte Gehirnhälfte ist daher die größere und zuständige) und schaue mich um, in der Hoffnung ein Bild zu entdecken, welches meinen Zustand anschaulich beschreibt. Und nach einigen lapidaren Bildern von "was zu essen", "was zu trinken", "was zu lieben" und "was zu arbeiten", finde ich mich selbst in schwarz-weiss (wie treffend) eingepackt in Cellophanfolie. Das ist es! Schnell ausgelöst und weg hier, bloß nicht weiter darüber nachdenken müssen.
Ich kann meinen Zustand nicht in Worten beschreiben. Ich musste vielmehr einen Spaziergang in mein Gehirn unternehmen - als hätte ich nichts Besseres zu tun - um es im Bild festzuhalten (fotografisch).
Ich stehe also so in meiner rechten Gehirnhäfte (ich bin Linkshänder und die rechte Gehirnhälfte ist daher die größere und zuständige) und schaue mich um, in der Hoffnung ein Bild zu entdecken, welches meinen Zustand anschaulich beschreibt. Und nach einigen lapidaren Bildern von "was zu essen", "was zu trinken", "was zu lieben" und "was zu arbeiten", finde ich mich selbst in schwarz-weiss (wie treffend) eingepackt in Cellophanfolie. Das ist es! Schnell ausgelöst und weg hier, bloß nicht weiter darüber nachdenken müssen.
Vom erstickenden Stolz in meinem Körper
So wie du über den Dingen stehst,
kann ich nicht mehr neben dir stehen!
Bei so viel Stehen kann ich nichts fühlen,
kann ich nichts sehen.
Ich kann nicht die allerkleinste Stelle meines Körpers rühren.
Ich muss gehen!
Ich muss weg von dir!
Sonst geh ich weg von mir!
Du bist so stolz,
und weißt du
du bist wirklich schön.
Aber dieser Stolz sich nicht mehr anzusehen
bringt uns die Dinge um,
verlernt uns das Fühlen
und letztendlich das Spielen.
Die Dinge zu leben, wie sie sind.
Lache, erschrecke,
schlüpf unter die Decke.
Weine bis in die Zehenspitzen
und fühle
bis in alle allerkleinsten Ritzen
Deines Körpers!
So wie du über den Dingen stehst,
kann ich nicht mehr neben dir stehen!
Bei so viel Stehen kann ich nichts fühlen,
kann ich nichts sehen.
Ich kann nicht die allerkleinste Stelle meines Körpers rühren.
Ich muss gehen!
Ich muss weg von dir!
Sonst geh ich weg von mir!
Du bist so stolz,
und weißt du
du bist wirklich schön.
Aber dieser Stolz sich nicht mehr anzusehen
bringt uns die Dinge um,
verlernt uns das Fühlen
und letztendlich das Spielen.
Die Dinge zu leben, wie sie sind.
Lache, erschrecke,
schlüpf unter die Decke.
Weine bis in die Zehenspitzen
und fühle
bis in alle allerkleinsten Ritzen
Deines Körpers!
Dienstag, November 14, 2006
Ich sehe rot.
Ich bin in Zeitnot...
Es muss jetzt schnell ein Text hierher
nicht zu leicht ... und nicht zu schwer.
Mit etwa dreizehn Zeilen,
nicht dass es lang,
da wird einem ja doch nur graus und bang.
Ehrlich soll es sein
und mit Gefühl.
Und danach ...
bleibt alles still....
Psssst!
Trippelig, auf sanftem Fuß.
Nur für Dich,
mit einem Gruß.
Es ist so weit!
Ich habe wirklich keine Zeit...
Ich bin in Zeitnot...
Es muss jetzt schnell ein Text hierher
nicht zu leicht ... und nicht zu schwer.
Mit etwa dreizehn Zeilen,
nicht dass es lang,
da wird einem ja doch nur graus und bang.
Ehrlich soll es sein
und mit Gefühl.
Und danach ...
bleibt alles still....
Psssst!
Trippelig, auf sanftem Fuß.
Nur für Dich,
mit einem Gruß.
Es ist so weit!
Ich habe wirklich keine Zeit...
Montag, November 13, 2006
Some men in the dark
Als ich gestern Nacht durch die Urbanität lief (immer eine Taschenlampe dabei, um mir im Notfall zu leuchten und meine Angst zu nehmen ), hörte ich ein Rascheln und ein Flüstern. Ich versuchte es zu ignorieren, denn es konnte nachts um 3 Uhr nichts Gutes sein, was sich da an die Häuserwand im Hinterhof drückte. Irgendwann hielt ich es vor Neugier aber nicht mehr aus und schaltete meine Taschenlampe ein. Ich zielte mit ihr direkt in die Richtung aus der die Geräusche kamen. Und da standen sie ... Es gab kein Entrinnen mehr.
Als ich gestern Nacht durch die Urbanität lief (immer eine Taschenlampe dabei, um mir im Notfall zu leuchten und meine Angst zu nehmen ), hörte ich ein Rascheln und ein Flüstern. Ich versuchte es zu ignorieren, denn es konnte nachts um 3 Uhr nichts Gutes sein, was sich da an die Häuserwand im Hinterhof drückte. Irgendwann hielt ich es vor Neugier aber nicht mehr aus und schaltete meine Taschenlampe ein. Ich zielte mit ihr direkt in die Richtung aus der die Geräusche kamen. Und da standen sie ... Es gab kein Entrinnen mehr.
Bei Krankheit und Ruhebedürfnis empfielt Behrenstein:
Ein Glas Wein
von einer Katze.
Das Streicheln einer weichen Tatze.
Nen heißen Wickel um den Hals.
Ein Frühstücksei
mit etwas Salz.
Und dazu
wirklich ABSOLUTE RUH EEEEEEE!
Für heute werden alle Bleistifte zur Seite gelegt
BASTA!
Ein Glas Wein
von einer Katze.
Das Streicheln einer weichen Tatze.
Nen heißen Wickel um den Hals.
Ein Frühstücksei
mit etwas Salz.
Und dazu
wirklich ABSOLUTE RUH EEEEEEE!
Für heute werden alle Bleistifte zur Seite gelegt
BASTA!
Samstag, November 11, 2006

Tell him
"Tell me, tell me, what ever i done wrong?"(*1) singt mir dieser Mann leise ins Ohr. Er begleitet sich dabei selbst am Klavier. Was soll ich ihm antworten?
"There´s no other life to choose"(*1), antworte ich ihm, versuche dabei zu lächeln, entschuldigend, vielleicht auch mutmachend. Aber das scheint ihm als Antwort nicht zu reichen.
"Tell me, tell me, what ever i done wrong?"(*1) singt er abermals in mein Ohr, flüsternd.
Ich werde ungehalten und schreie ihm ins Gesicht: "You don´t love me enough and you don´t love yourself, that´s the fucking reason, why you failed."
(*1) lyrics by: Martin Hederos/Matthias Hellberg
Donnerstag, November 09, 2006
Die aufmerksame Katze

Als ich gestern Abend nach Hause kam, wartete schon die Katze auf mich. Sie hatte mir ein Glas Rotwein eingeschenkt, saß auf dem Tisch und kuckte mich mit großen Augen an, so als wollte sie sagen: "Was ist denn? Ich hab Dir schonmal ein Glas Wein hingestellt. Das magst Du doch, wenn Du nach Hause kommst." Was sollte ich also daraufhin tun, außer mich zu bedanken, sie zu streicheln und zu loben, mich hinzusetzen und zu trinken?
Schöner Abend.

Als ich gestern Abend nach Hause kam, wartete schon die Katze auf mich. Sie hatte mir ein Glas Rotwein eingeschenkt, saß auf dem Tisch und kuckte mich mit großen Augen an, so als wollte sie sagen: "Was ist denn? Ich hab Dir schonmal ein Glas Wein hingestellt. Das magst Du doch, wenn Du nach Hause kommst." Was sollte ich also daraufhin tun, außer mich zu bedanken, sie zu streicheln und zu loben, mich hinzusetzen und zu trinken?
Schöner Abend.
Behrenstein hat auch ein Herz.
Behrensteins Herz hängt
Behrensteins Herz hängt hoch
Behrensteins Herz hängt weit
Behrensteins Herz hängt
Behrensteins Herz hängt an
Behrensteins Herz hängt an L.
Behrensteins Herz hängt an L. Punkt, Ausrufezeichen und drei Unterstriche!
Aber Behrenstein entschließt sich um!
Behrenstein möchte nicht länger, dass sein Herz hängt. Er möchte dass es steht,
fest auf zwei Beinen!
Darum beschließt Behrenstein, sein Herz der Alexandertechnik zu unterziehen:
"Mein Herz hängt hier,
mein Herz hängt dort,
es hängt und hängt
in einem fort,
ist aufgeregt und leicht verzückt,
mal hängt es hoch,
mal ists entrückt,
mal steckt es fest im linken Zeh!
Ich will jetzt, dass es steht!
Es möge stehen!
Es soll auf eignen Beinen gehen!"
Behrenstein beginnt:
Vorsichtig, ganz vorsichtig
nimmt er sein Herz aus den Angeln
und legt es sachte auf dem Boden ab.
Dem Herz auf dem Boden
ist zu Beginn nicht ganz geheuer.
Es möchte schreien, brüllen, weinen!
Doch ganz allmählig, wie von einer neuen Welt umweht,
riechts das Abenteuer.
Es lässt sich von dem fremden Boden tragen.
Erst nur ein bißchen,
nur die Fingerspitze lässt es ruhen.
Dann auch den Arm, den Bauch, das Bein.
Es fühlt sich garnicht mehr so klein.
Und als es dann die ersten Schritte tut,
packt Behrenstein der Mut.
Er nimmt sein Herz bei der Hand
und nun üben sie gemeinsam das Laufen.
Und vielleicht laufen sie auch irgendwann zu
L. Punkt, Ausrufezeichen und drei Unterstriche!
Behrensteins Herz hängt
Behrensteins Herz hängt hoch
Behrensteins Herz hängt weit
Behrensteins Herz hängt
Behrensteins Herz hängt an
Behrensteins Herz hängt an L.
Behrensteins Herz hängt an L. Punkt, Ausrufezeichen und drei Unterstriche!
Aber Behrenstein entschließt sich um!
Behrenstein möchte nicht länger, dass sein Herz hängt. Er möchte dass es steht,
fest auf zwei Beinen!
Darum beschließt Behrenstein, sein Herz der Alexandertechnik zu unterziehen:
"Mein Herz hängt hier,
mein Herz hängt dort,
es hängt und hängt
in einem fort,
ist aufgeregt und leicht verzückt,
mal hängt es hoch,
mal ists entrückt,
mal steckt es fest im linken Zeh!
Ich will jetzt, dass es steht!
Es möge stehen!
Es soll auf eignen Beinen gehen!"
Behrenstein beginnt:
Vorsichtig, ganz vorsichtig
nimmt er sein Herz aus den Angeln
und legt es sachte auf dem Boden ab.
Dem Herz auf dem Boden
ist zu Beginn nicht ganz geheuer.
Es möchte schreien, brüllen, weinen!
Doch ganz allmählig, wie von einer neuen Welt umweht,
riechts das Abenteuer.
Es lässt sich von dem fremden Boden tragen.
Erst nur ein bißchen,
nur die Fingerspitze lässt es ruhen.
Dann auch den Arm, den Bauch, das Bein.
Es fühlt sich garnicht mehr so klein.
Und als es dann die ersten Schritte tut,
packt Behrenstein der Mut.
Er nimmt sein Herz bei der Hand
und nun üben sie gemeinsam das Laufen.
Und vielleicht laufen sie auch irgendwann zu
L. Punkt, Ausrufezeichen und drei Unterstriche!
Mittwoch, November 08, 2006
Die Neutrale Maske und eine Reise nach Lecoque
Ich bin aus dem Meer gestiegen, um zu dir zu kommen.
Habe einen verwilderten Wald durchschritten, mich durch dunkle Gänge gezwängt
und nebenbei gesagt, mich an Ästen fast erhängt,
um Dich zu finden.
Habe dich im Dasein eines Steins gesucht.
Dann war ich Schlamm und Matsch.
Und letztendlich als Ameisenhaufen
hab ich doch tatsächlich einen Blick auf dich erhaschen können.
Den Berg haben wir schon gemeinsam bestiegen.
Und als wir die Spitze erreichten,
da war deine dünne Luft die meine
und wir konnten beide kaum noch atmen.
Der Abstieg, Fall und Fall und Fluss,
und Wurzel, Stein und immer wieder du und ich
und Fall und du und du dazwischen;
ein Tier, ein Instinkt,
ein etwas, kaum zu greifen.
Und noch bevor wir all das erlebten,
hatte ich mir dein ledernes Gesicht übergestreift.
Ich war nicht sicher gewesen,
ob ich dich finden würde.
Just go with the flow!
Sie nennen dich:
Neutrale Maske
Ich bin aus dem Meer gestiegen, um zu dir zu kommen.
Habe einen verwilderten Wald durchschritten, mich durch dunkle Gänge gezwängt
und nebenbei gesagt, mich an Ästen fast erhängt,
um Dich zu finden.
Habe dich im Dasein eines Steins gesucht.
Dann war ich Schlamm und Matsch.
Und letztendlich als Ameisenhaufen
hab ich doch tatsächlich einen Blick auf dich erhaschen können.
Den Berg haben wir schon gemeinsam bestiegen.
Und als wir die Spitze erreichten,
da war deine dünne Luft die meine
und wir konnten beide kaum noch atmen.
Der Abstieg, Fall und Fall und Fluss,
und Wurzel, Stein und immer wieder du und ich
und Fall und du und du dazwischen;
ein Tier, ein Instinkt,
ein etwas, kaum zu greifen.
Und noch bevor wir all das erlebten,
hatte ich mir dein ledernes Gesicht übergestreift.
Ich war nicht sicher gewesen,
ob ich dich finden würde.
Just go with the flow!
Sie nennen dich:
Neutrale Maske
Dienstag, November 07, 2006
Zwei Steckdosen schauen sich über den Raum hinweg verstohlen an.
Ich brauche nicht dazu zu sagen, dass sie beide ziemlich unter Strom stehen.
Doch handeln sie vielleicht trotzdem aus sehr unterschiedlichen Motiven.
Nehmen wir z.B. an, die eine der beiden, nennen wir sie S1, ein junger Steckdoserich, hätte vorgestern Abend einen Mord begangen. Er war damit Auslöser für einen Europasweiten Stromausfall. Erinnern sie sich?
Nun, "Strommord", das liegt wohl auf der Hand, und da werden sie mir sicher zustimmen, ist moralisch unter Steckdosen nicht vertretbar. Das Motiv von S1, die andere Steckdose verstohlen zu beobachten, ist also, Tat und Tatsachen verdeckt gehalten zu wissen.
Ist es aber nicht meistens so, dass wenn jemand versucht, sich möglichst unauffällig zu geben, es sich meist ins Gegenteil verkehrt? Nehmen wir doch an, genau so ist es auch bei S1. S1 steht aus erwähnten Gründen unter enormer Spannung, und wenn es ihm auch gelingt seinen Körper ruhig zu halten, so ist doch in seinem Blick ein deutliches Glitzern und Funkeln für jederman erkennbar. S1 fällt auf!
S1 fällt im besonderen S2 auf, einer jungen Steckdosendame, die sich auf der gegenüberliegenden Seite das Raumes befindet.
Was S2 natürlich nicht weiß, ist das S1 einen Mord begangen hat. Sie hat also nicht die geringste Möglichkeit, das Glitzern in den Augen des jungen Mannes richtig einordnen zu können. Sie kann es nicht deuten. Und ist es so nicht meistens? Wir müssen die Geschichte eines anderen erst erfahren, seine Zeichen erst deuten lernen, bevor wir ihn tatsächlich verstehen.
Da S2 S1 aber noch nie zuvor gesehen hat, die Zeichen also nicht deuten kann, wertet sie seinen Blick als "Paarungsbereitschaft" und verliebt sich auf der Stelle unsterblich in den jungen Steckdoserich. Das versetzt sie wiederrum "ganz schön unter Strom".
Und nun sehen sich die beiden über den Raum hinweg an. Sie glitzernden Auges aus Verliebtheit - er glitzert aus Misstrauen. ...
Ich brauche nicht dazu zu sagen, dass sie beide ziemlich unter Strom stehen.
Doch handeln sie vielleicht trotzdem aus sehr unterschiedlichen Motiven.
Nehmen wir z.B. an, die eine der beiden, nennen wir sie S1, ein junger Steckdoserich, hätte vorgestern Abend einen Mord begangen. Er war damit Auslöser für einen Europasweiten Stromausfall. Erinnern sie sich?
Nun, "Strommord", das liegt wohl auf der Hand, und da werden sie mir sicher zustimmen, ist moralisch unter Steckdosen nicht vertretbar. Das Motiv von S1, die andere Steckdose verstohlen zu beobachten, ist also, Tat und Tatsachen verdeckt gehalten zu wissen.
Ist es aber nicht meistens so, dass wenn jemand versucht, sich möglichst unauffällig zu geben, es sich meist ins Gegenteil verkehrt? Nehmen wir doch an, genau so ist es auch bei S1. S1 steht aus erwähnten Gründen unter enormer Spannung, und wenn es ihm auch gelingt seinen Körper ruhig zu halten, so ist doch in seinem Blick ein deutliches Glitzern und Funkeln für jederman erkennbar. S1 fällt auf!
S1 fällt im besonderen S2 auf, einer jungen Steckdosendame, die sich auf der gegenüberliegenden Seite das Raumes befindet.
Was S2 natürlich nicht weiß, ist das S1 einen Mord begangen hat. Sie hat also nicht die geringste Möglichkeit, das Glitzern in den Augen des jungen Mannes richtig einordnen zu können. Sie kann es nicht deuten. Und ist es so nicht meistens? Wir müssen die Geschichte eines anderen erst erfahren, seine Zeichen erst deuten lernen, bevor wir ihn tatsächlich verstehen.
Da S2 S1 aber noch nie zuvor gesehen hat, die Zeichen also nicht deuten kann, wertet sie seinen Blick als "Paarungsbereitschaft" und verliebt sich auf der Stelle unsterblich in den jungen Steckdoserich. Das versetzt sie wiederrum "ganz schön unter Strom".
Und nun sehen sich die beiden über den Raum hinweg an. Sie glitzernden Auges aus Verliebtheit - er glitzert aus Misstrauen. ...
Montag, November 06, 2006
Keine Fragen mehr!
Steht vor mir
Schaut an mir vorbei
Sieht mich doch. Oder?
Merkt wo mir das Herz hängt.
Dann - sieht mich an:
Blaue Augen.
Ein Lächeln
wischt alle Zweifel zur Seite
bis sie über den Rand fallen.
Ohne Worte ein Armgruß
Ohne Fragen ein Kuß
Keine Fragen mehr!
Steht vor mir
Schaut an mir vorbei
Sieht mich doch. Oder?
Merkt wo mir das Herz hängt.
Dann - sieht mich an:
Blaue Augen.
Ein Lächeln
wischt alle Zweifel zur Seite
bis sie über den Rand fallen.
Ohne Worte ein Armgruß
Ohne Fragen ein Kuß
Keine Fragen mehr!
Sonntag, November 05, 2006
Ein Fest für Fasane und Dackel
Ich saß neulich bei der Geburtstagsfeier meiner Schwiegermutter in spe und hörte mir Geschichten von früher an. Die ganze Chose, mit: Früher war alles besser und so ...
Paul, einer der Gäste und langjährige Freund der Familie, ein überaus korpulenter Mann um die 70, rotwangig, sympathische leuchtende Augen, mit schwarzer Strickweste über dem gestreiften
dunkelblauen Hemd und der etwas in die Jahre gekommenen Anzughose, erzählte Geschichten aus seiner Vergangenheit als gelernter Schlachter. Irgendwie kam die Rede auf PANSEN. Wie wir alle wissen, ist das:
(lat.: rumen) ein Hohlorgan, welches bei Wiederkäuern (Ruminantia) die Funktion eines so genannten Vormagens hat. Entgegen landläufiger Meinung handelt es sich somit nicht um einen Magen im eigentlichen Sinne, sondern um eine Gärkammer (Gärung), welche dem Magen (welcher bei Wiederkäuern als Labmagen bezeichnet wird) vorgeschaltet ist.
Paul erzählte also die Geschichte von der Fasanenzüchterin Ilse aus Königslutter, die immer bei ihm, dem Schlachter, Pansen bestellt hatte für ihre Fasanenküken. Pansen für Fasanenküken? Was macht das für einen Sinn? Es hatte folgendes damit auf sich: Den ganzen Pansen, also so ein richtig großes Stück Fleisch von etwa 14 Pfund, holte die Fasanen-Ilse immer auf Bestellung bei Paul ab und hing es über dem Gatter der Fasanenküken auf. Nach ein paar Tagen fing der Pansen mächtig an zu stinken, die Fliegen kamen und legten ihre Eier drin ab. Daraus schlüpften dann wieder ein paar Tage später die kleinen Fliegenmaden, die sich nach und nach an dem Fleischstück satt und fett fraßen und wenn sie richtig fettmadig waren, vom Fleisch runterfielen (oder sich fielen lassen, dass weiß ich nicht so genau) und dann direkt im Fasanenkükengatter auftrafen, was wiederum die Küken total beglückte, sie nährte und wachsen ließ. So ging das ein paar Wochen, bis alle Maden gefressen waren. Dann nahm Ilse den Pansen, der inzwischen total trocken und abgehangen war (und auch gar nicht mehr so schlimm stank) ab, ließ ihn von dem Stift der kleinen Zuchtanstalt in handliche Streifen schneiden. Diese wurden dann an die zwei hauseigenen Dackel verfüttert, die regelrecht wild auf den ollen Pansen waren und sich gegenseitig die Stücken aus dem Maul zerrten und runterschlangen als ginge es um Leben und Tod.
So war das gewesen: früher ....
Oskar II
Dienstag, 23.09.1973. Wir befinden uns in einer kleinen Straße, in einer kleinen Stadt, mit dem Namen Braunschweig. Die kleine Straße heißt Heinkelstraße und dort sitzt Oskar auf dem roten, samtenen Teppich eines kleinen Wohnzimmers, in einer kleinen Wohnung im Haus Nr. 25.
Sie kennen Oskar. Oskar ist heute der Hausmeister, in dem Haus in dem ich wohne. Aber gerade, in diesem Moment der Geschichte, ist Oskar noch klein. Er ist sieben Jahre alt und hat in dieser Geschichte noch keine Behinderung. Groß und schwerfällig ist er auch noch nicht. Er ist sozusagen ein kerngesundes Kind.
Wahrscheinlich ahnen sie es schon, auch das Haus in dem Oskar wohnt ist ein kleines Haus, ein Eckhaus. Und die Ecke in der das Haus steht ist so klein, dass sich in jedem Stockwerk des kleinen Hauses auch nur eine einzige kleine Wohnung befindet (mit insgesamt 16 Ecken pro Wohnung). Die Wohnungen haben hier in der Regel 2 Zimmer, Küche und ein Badezimmer. Oskar wohnt mit seiner Mutter im 3. Stock. Der Vater hatte leider nicht mehr mit in die kleine Wohnung gepasst, er war zu groß gewesen. Darum hatten er und Oskars Mutter damals beschlossen, dass Oskars Vater auf Reisen gehen sollte, bis Oskars Mutter eine größere Wohnung gefunden hätte. So hatte man es Oskar jedenfalls erzählt und seitdem hatte Oskar seinen Vater nicht mehr gesehen. Das ist jetzt, zu diesem Zeitpunkt unserer Geschichte, fünf Jahre her.
Nur manchmal bekam Oskar kleine Päckchen von seinem Vater geschickt. Da waren dann Souveniers und Andenken aus den verschiedensten Ländern drin, die der Vater wohl auf seinen Reisen gefunden haben musste. Manchmal war es nur eine eizige kleine Muschel oder ein Stein. Manchmal aber auch ein Buch, in einer Sprache, die Oskar noch nicht verstand. Eines hieß: "The tibetian book of living and dying", und seine Mutter erzählte ihm, dass es in Englisch geschrieben sei und dass er es bestimmt in fünf oder sechs Jahren lesen könne. Ein anderes konnte die Mutter selber nicht verstehen. Es war von einem Mann namens Sartre geschrieben und Oskars Mutter meinte, es müsse wohl griechisch oder auch französisch sein. Sehr wortgewand war Oskars Vater allerdings nicht. Auf den Karten in den Päckchen stand immer nur derselbe Satz:
" Vergiß nie wer Du bist,
vergiß nie, dass ich Dich liebe Oskar,
dann wirst Du schon wissen
wo Du hin musst,"
Aber was der Vater damit meinte, verstand Oskar nie. Auch wenn er sich jedes Mal den Kopf darüber zerbrach.
Und heute hatte Oskar wieder ein Päckchen bekommen. Und mit genau diesem Päckchen sitzt er jetzt auf dem roten, samtenen Teppich im Wohnzimmer. Ich verrate ihnen was:
Er ist furchtbar aufgeregt, denn diesmal weiß er, dass etwas ganz besonderes in dem Päckchen sein muss. Warum er das weiß?
Vielleicht glauben sie nicht daran, aber manchmal gibt es Dinge, die wir einfach schon vorher wissen können. Dinge, die man spüren kann, über Grenzen und Distanzen hinweg, deren Überwindung für die meisten Menschen unvorstellbar bleibt. ...
Dienstag, 23.09.1973. Wir befinden uns in einer kleinen Straße, in einer kleinen Stadt, mit dem Namen Braunschweig. Die kleine Straße heißt Heinkelstraße und dort sitzt Oskar auf dem roten, samtenen Teppich eines kleinen Wohnzimmers, in einer kleinen Wohnung im Haus Nr. 25.
Sie kennen Oskar. Oskar ist heute der Hausmeister, in dem Haus in dem ich wohne. Aber gerade, in diesem Moment der Geschichte, ist Oskar noch klein. Er ist sieben Jahre alt und hat in dieser Geschichte noch keine Behinderung. Groß und schwerfällig ist er auch noch nicht. Er ist sozusagen ein kerngesundes Kind.
Wahrscheinlich ahnen sie es schon, auch das Haus in dem Oskar wohnt ist ein kleines Haus, ein Eckhaus. Und die Ecke in der das Haus steht ist so klein, dass sich in jedem Stockwerk des kleinen Hauses auch nur eine einzige kleine Wohnung befindet (mit insgesamt 16 Ecken pro Wohnung). Die Wohnungen haben hier in der Regel 2 Zimmer, Küche und ein Badezimmer. Oskar wohnt mit seiner Mutter im 3. Stock. Der Vater hatte leider nicht mehr mit in die kleine Wohnung gepasst, er war zu groß gewesen. Darum hatten er und Oskars Mutter damals beschlossen, dass Oskars Vater auf Reisen gehen sollte, bis Oskars Mutter eine größere Wohnung gefunden hätte. So hatte man es Oskar jedenfalls erzählt und seitdem hatte Oskar seinen Vater nicht mehr gesehen. Das ist jetzt, zu diesem Zeitpunkt unserer Geschichte, fünf Jahre her.
Nur manchmal bekam Oskar kleine Päckchen von seinem Vater geschickt. Da waren dann Souveniers und Andenken aus den verschiedensten Ländern drin, die der Vater wohl auf seinen Reisen gefunden haben musste. Manchmal war es nur eine eizige kleine Muschel oder ein Stein. Manchmal aber auch ein Buch, in einer Sprache, die Oskar noch nicht verstand. Eines hieß: "The tibetian book of living and dying", und seine Mutter erzählte ihm, dass es in Englisch geschrieben sei und dass er es bestimmt in fünf oder sechs Jahren lesen könne. Ein anderes konnte die Mutter selber nicht verstehen. Es war von einem Mann namens Sartre geschrieben und Oskars Mutter meinte, es müsse wohl griechisch oder auch französisch sein. Sehr wortgewand war Oskars Vater allerdings nicht. Auf den Karten in den Päckchen stand immer nur derselbe Satz:
" Vergiß nie wer Du bist,
vergiß nie, dass ich Dich liebe Oskar,
dann wirst Du schon wissen
wo Du hin musst,"
Aber was der Vater damit meinte, verstand Oskar nie. Auch wenn er sich jedes Mal den Kopf darüber zerbrach.
Und heute hatte Oskar wieder ein Päckchen bekommen. Und mit genau diesem Päckchen sitzt er jetzt auf dem roten, samtenen Teppich im Wohnzimmer. Ich verrate ihnen was:
Er ist furchtbar aufgeregt, denn diesmal weiß er, dass etwas ganz besonderes in dem Päckchen sein muss. Warum er das weiß?
Vielleicht glauben sie nicht daran, aber manchmal gibt es Dinge, die wir einfach schon vorher wissen können. Dinge, die man spüren kann, über Grenzen und Distanzen hinweg, deren Überwindung für die meisten Menschen unvorstellbar bleibt. ...
Samstag, November 04, 2006
Mir ist so taumeltürmel, müde.
Ich weiß ja garnicht
wie mir?
Ach!
Mir ist so taumel, türmel, müde.
Ich weiß ja garnicht
wo mir?
Ach!
Und wie?
Mir ist so taumel, türmel,
ich weiß ja garnicht,
was mir,
wie mir, wo und wie?
Mir ist so taumel,
türmel,
müde.
Was das bedeuten möge?
Mir ist so taumelnd.
Türmelnd
denk ich nach
wie ich hier türmen könnte,
doch mir ist so müde,
und letztendlich
bist da auch noch
Du.
Mir ist so taumelnd.
Türmelnd denk ich nach.
Was das bedeuten möge?
Wenn Du mir?
Oder?
Wenn ich Dir?
Und wenn dann doch?
Vielleicht keins von beidem?
Müde türmen Müde!
Müde türmen Müde!
Türmen! Türmen! Türmen?
Mir ist so taumel türmel müde.
Ich weiß ja garnicht
wer ich
Ach!
Das macht doch alles keinen Sinn!
Ich weiß ja garnicht
wie mir?
Ach!
Mir ist so taumel, türmel, müde.
Ich weiß ja garnicht
wo mir?
Ach!
Und wie?
Mir ist so taumel, türmel,
ich weiß ja garnicht,
was mir,
wie mir, wo und wie?
Mir ist so taumel,
türmel,
müde.
Was das bedeuten möge?
Mir ist so taumelnd.
Türmelnd
denk ich nach
wie ich hier türmen könnte,
doch mir ist so müde,
und letztendlich
bist da auch noch
Du.
Mir ist so taumelnd.
Türmelnd denk ich nach.
Was das bedeuten möge?
Wenn Du mir?
Oder?
Wenn ich Dir?
Und wenn dann doch?
Vielleicht keins von beidem?
Müde türmen Müde!
Müde türmen Müde!
Türmen! Türmen! Türmen?
Mir ist so taumel türmel müde.
Ich weiß ja garnicht
wer ich
Ach!
Das macht doch alles keinen Sinn!
Freitag, November 03, 2006
Oskar
Als ich gestern Abend nach Hause kam, wartete schon der Hausmeister auf mich. Ich wohne im 2.Stock, er im Erdgeschoss. Ich hatte ihm vormittags einen Zettel an die Tür gemacht, dass meine Heizung Wasser brauche und er solle doch abends zu mir hoch kommen, um dieses nachzufüllen. Da es in den letzten Tagen, wir haben Anfang November, nun doch recht kalt geworden war, wollte ich es warm haben in meiner kleinen Wohnung. Und auch die Katze sollte nicht frieren müssen. So stand er also da, der Hausmeister, er heißt Oskar, hatte einen gelben Schlauch und diverses Werkzeug in der Hand und wollte eintreten. Man muss noch erwähnen, dass Oskar fast taub ist und auch sonst in seinem Leben viel Scheiß erlebt haben muss, denn er ist zu fast 70% körperlich behindert, glaub ich. Er starckste also in meine Wohnung, begrüßte die Katze mit einem "na" und ging schnurstracks und schnaufend in die Küche, wo sich der Durchlauferhitzer befindet. Dort wollte er nun den Schlauch anschließen. Er setzte sich auf den Boden und fing an zu schrauben. Dabei murmelte er unverständlich vor sich hin. Ich beobachtete belustigt das Schauspiel, nahm die Katze auf den Arm, denn sie kroch Oskar immer wieder zwischen die Beine in den Schoß, was ich für nicht angebracht hielt und sagte dann und wann etwas zu dem Häufchen auf meinem Küchenfußboden. Das hätte ich mir allerdings sparen können, denn er war so vertieft (und so schwerhörig), dass er nichts von dem verstand, was ich ihn fragte. Nach einer Weile des Schraubens und Drehens und Stöhnens brachte Oskar es auf den Punkt: "Das geht hier nicht. Das passt nicht. Gewinde zu klein. Ich geh in den Keller und hol ein anderes Gewinde." (Ich dachte an das Wort "Snüffelstück" und fragte mich, ob es das wirklich gibt). Ich ließ ihn also gehen, wartete und bald darauf saß er auch schon wieder auf meinem Boden. Dann endlich war der Schlauch am Durchlauferhitzer angeschlossen, nun mußten wir eine Wasserquelle suchen. Doch da fing alles erst richtig an. Der Wasserhahn in der Küche hatte nicht das richtige Gewinde. Da ließ sich nichts machen, unten saß die Waschmaschine dran, die abzuschrauben hatten wir keinen Bock. Also den Schlauch ins Bad verlegen. "In diesem Haus hat man nur Ärger", war alles, was er seit den letzten 15 Minuten rausbrachte. Nun gut, das hatte ich auch schon erfahren dürfen (aber das ist eine andere Geschichte). Also ins Bad, da auf den Boden gesetzt. Wir beide starrten auf die diversen Hähne und kuckten. Da mein Bad sehr klein ist, drängten wir uns sehr aneinander: links von mir ein Tischchen, rechts von ihm die Katzentoilette. Oskar fing dann an und drehte an dem Hahn, wollte den Schlauch anbringen und alles fest drehen. Nachdem das getan war, holte er zu einer längeren Erklärung aus: "Also, wie soll ich das jetz erklärn?...Wir müssn den Hahn aufdrehn und dann kucken, ob der Druck steigt. Du ......." In dem Moment kam die Katze zu uns, kuckte kurz, dachte: "Was sitzen diese beiden Menschen hier so rum auf der Erde, neben meinem Klo?" und stieg in selbiges ein und begann laut und schwungvoll zu scharren. Ich dachte: "Oh nein, wie peinlich. Doch nicht jetzt." So gut bekannt war ich mit Oskar nicht, dass ich hätte einen gekonnten Witz drüber machen können, um die skurrile Situation zu entspannen. Also kuckten wir verstört auf den Hahn und versuchten alles weiteren Geräusche zu ignorieren. Dann ging Oskar wieder in die Küche und ich sollte nun den Hahn aufdrehen, langsam. Hab ich dann auch gemacht, aber es passierte................nichts. Da war kein Wasser, was hätte rauslaufen können. Fluchen des behinderten, humpelnden, hüpfenden Hausmeisters. Neuer Plan: Waschmaschine abmontieren, da ran. Da ist ja Wasser. So haben wirs dann auch gemacht. Ich hab die ganze Zeit so laut geschrien, damit er mich verstünde, wie wir nun vorgehen wollen, aber er saß ruhig auf dem Boden, robbte mal zum Durchlauferhitzer mal zum Waschbecken (die Mühe aufzustehen, machte er sich nicht mehr) und ging seiner Arbeit nach. Er verstand eigentlich nur die Worte "JA, OKAY. ES LÄUFT. ES KOMMT WASSER. OKAY!!!" Und nach weiteren 15 Minuten war dann alles glücklicherweise erledigt. Ich weiß, ihr erwartet von mir, dass die Geschichte mit einer Überschwemmung oder einer Wasserfontäne endet, aber das wäre nicht die Wahrheit. Die Wahrheit ist, dass ein Mann Anfang 50 in meiner Küche hin- und her robbte, schnaufte und sein Job tat, so gut es eben ging. Danke, Oskar! .............(Hat er mich jetzt gehört?) ............DANKE, OSKAR!!!!
Als ich gestern Abend nach Hause kam, wartete schon der Hausmeister auf mich. Ich wohne im 2.Stock, er im Erdgeschoss. Ich hatte ihm vormittags einen Zettel an die Tür gemacht, dass meine Heizung Wasser brauche und er solle doch abends zu mir hoch kommen, um dieses nachzufüllen. Da es in den letzten Tagen, wir haben Anfang November, nun doch recht kalt geworden war, wollte ich es warm haben in meiner kleinen Wohnung. Und auch die Katze sollte nicht frieren müssen. So stand er also da, der Hausmeister, er heißt Oskar, hatte einen gelben Schlauch und diverses Werkzeug in der Hand und wollte eintreten. Man muss noch erwähnen, dass Oskar fast taub ist und auch sonst in seinem Leben viel Scheiß erlebt haben muss, denn er ist zu fast 70% körperlich behindert, glaub ich. Er starckste also in meine Wohnung, begrüßte die Katze mit einem "na" und ging schnurstracks und schnaufend in die Küche, wo sich der Durchlauferhitzer befindet. Dort wollte er nun den Schlauch anschließen. Er setzte sich auf den Boden und fing an zu schrauben. Dabei murmelte er unverständlich vor sich hin. Ich beobachtete belustigt das Schauspiel, nahm die Katze auf den Arm, denn sie kroch Oskar immer wieder zwischen die Beine in den Schoß, was ich für nicht angebracht hielt und sagte dann und wann etwas zu dem Häufchen auf meinem Küchenfußboden. Das hätte ich mir allerdings sparen können, denn er war so vertieft (und so schwerhörig), dass er nichts von dem verstand, was ich ihn fragte. Nach einer Weile des Schraubens und Drehens und Stöhnens brachte Oskar es auf den Punkt: "Das geht hier nicht. Das passt nicht. Gewinde zu klein. Ich geh in den Keller und hol ein anderes Gewinde." (Ich dachte an das Wort "Snüffelstück" und fragte mich, ob es das wirklich gibt). Ich ließ ihn also gehen, wartete und bald darauf saß er auch schon wieder auf meinem Boden. Dann endlich war der Schlauch am Durchlauferhitzer angeschlossen, nun mußten wir eine Wasserquelle suchen. Doch da fing alles erst richtig an. Der Wasserhahn in der Küche hatte nicht das richtige Gewinde. Da ließ sich nichts machen, unten saß die Waschmaschine dran, die abzuschrauben hatten wir keinen Bock. Also den Schlauch ins Bad verlegen. "In diesem Haus hat man nur Ärger", war alles, was er seit den letzten 15 Minuten rausbrachte. Nun gut, das hatte ich auch schon erfahren dürfen (aber das ist eine andere Geschichte). Also ins Bad, da auf den Boden gesetzt. Wir beide starrten auf die diversen Hähne und kuckten. Da mein Bad sehr klein ist, drängten wir uns sehr aneinander: links von mir ein Tischchen, rechts von ihm die Katzentoilette. Oskar fing dann an und drehte an dem Hahn, wollte den Schlauch anbringen und alles fest drehen. Nachdem das getan war, holte er zu einer längeren Erklärung aus: "Also, wie soll ich das jetz erklärn?...Wir müssn den Hahn aufdrehn und dann kucken, ob der Druck steigt. Du ......." In dem Moment kam die Katze zu uns, kuckte kurz, dachte: "Was sitzen diese beiden Menschen hier so rum auf der Erde, neben meinem Klo?" und stieg in selbiges ein und begann laut und schwungvoll zu scharren. Ich dachte: "Oh nein, wie peinlich. Doch nicht jetzt." So gut bekannt war ich mit Oskar nicht, dass ich hätte einen gekonnten Witz drüber machen können, um die skurrile Situation zu entspannen. Also kuckten wir verstört auf den Hahn und versuchten alles weiteren Geräusche zu ignorieren. Dann ging Oskar wieder in die Küche und ich sollte nun den Hahn aufdrehen, langsam. Hab ich dann auch gemacht, aber es passierte................nichts. Da war kein Wasser, was hätte rauslaufen können. Fluchen des behinderten, humpelnden, hüpfenden Hausmeisters. Neuer Plan: Waschmaschine abmontieren, da ran. Da ist ja Wasser. So haben wirs dann auch gemacht. Ich hab die ganze Zeit so laut geschrien, damit er mich verstünde, wie wir nun vorgehen wollen, aber er saß ruhig auf dem Boden, robbte mal zum Durchlauferhitzer mal zum Waschbecken (die Mühe aufzustehen, machte er sich nicht mehr) und ging seiner Arbeit nach. Er verstand eigentlich nur die Worte "JA, OKAY. ES LÄUFT. ES KOMMT WASSER. OKAY!!!" Und nach weiteren 15 Minuten war dann alles glücklicherweise erledigt. Ich weiß, ihr erwartet von mir, dass die Geschichte mit einer Überschwemmung oder einer Wasserfontäne endet, aber das wäre nicht die Wahrheit. Die Wahrheit ist, dass ein Mann Anfang 50 in meiner Küche hin- und her robbte, schnaufte und sein Job tat, so gut es eben ging. Danke, Oskar! .............(Hat er mich jetzt gehört?) ............DANKE, OSKAR!!!!














